Unsere Trendbeobachtungen im Bereich Datacenter
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- Nachhaltigkeit
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- Scott Willocks
KI-Technologie verändert die Rechenzentrumslandschaft in beispiellosem Tempo. Steigende Rechendichten, Leistungsbeschränkungen und Nachhaltigkeitsanforderungen beschleunigen die Einführung von Flüssigkeits- und Hybridkühlung, intelligentem Wärmemanagement und neuen Ansätzen zur Effizienzsteigerung. Zusammen machen diese Trends die Kühlung zu einem entscheidenden Faktor für die nutzbare Rechenkapazität, die Skalierbarkeit und den langfristigen Erfolg.

8 Trends, die die Zukunft prägen
Rechenzentren stehen unter beispiellosem operativem Druck. Das rasante Wachstum von KI-Workloads, steigende Rack-Dichten, Nachhaltigkeitsziele und sich wandelnde regulatorische Anforderungen zwingen die Betreiber dazu, herkömmliche Kühlkonzepte zu überdenken.
Auf der Grundlage von Erkenntnissen mehrerer Mitglieder des FläktGroup Data Centre Team, beleuchtet dieser Artikel die Herausforderungen, Chancen und neuen Trends, die die Branche heute prägen. Eine unserer Stärken ist die Bereitschaft, die Sichtweisen der anderen zu hinterfragen, Erfahrungen aus verschiedenen Märkten und Fachbereichen auszutauschen und auf einen Konsens hinzuarbeiten, der uns alle voranbringt.
Rechenzentrumskühlung hat sich von einer unterstützenden Funktion zu einem strategischen Faktor entwickelt, der sich unmittelbar auf die KI-Bereitschaft, die einsetzbare Rechenkapazität, die Betriebsausfallsicherheit und die langfristige Skalierbarkeit auswirkt.
Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:
Künstliche Intelligenz verändert die Landschaft von Rechenzentren in beispiellosem Tempo. Steigende Rechnerdichte, Leistungsbeschränkungen und Nachhaltigkeitsanforderungen beschleunigen die Einführung von Flüssigkeits- und Hybridkühlung, intelligentem Wärmemanagement und neuen Ansätzen zur Effizienzsteigerung. Zusammen machen diese Trends die Kühlung zu einem entscheidenden Faktor für die nutzbare Rechenkapazität, Skalierbarkeit und den langfristigen Erfolg.
- Flüssigkeitskühlung wird unverzichtbar, da die KI-getriebenen Rack-Dichten weiter steigen und herkömmliche reine Luftkühlung für Hochleistungsrechnerumgebungen zunehmend unpraktisch wird.
- Hybride Kühlarchitekturen entwickeln sich zum bevorzugten Ansatz, da sie Betreibern ermöglichen, Flüssigkeitskühlung ohne kostspielige umfassende Nachrüstungen in bestehende Anlagen zu integrieren.
- Kühlung ist mittlerweile ein strategischer Geschäftsfaktor, der nicht nur die IT-Infrastruktur unterstützt, sondern auch direkten Einfluss auf die einsetzbare Rechenkapazität, die KI-Bereitschaft, die Ausfallsicherheit und die langfristige Skalierbarkeit hat.
- Wärmerückgewinnung und -wiederverwendung gewinnen zunehmend an Bedeutung und wandeln Abwärme in eine wertvolle Ressource um, die Nachhaltigkeitsziele, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und potenzielle neue Einnahmequellen unterstützt.
- Stromversorgung und Kühlung müssen gemeinsam konzipiert werden, da der Zugang zu Strom, das Wärmemanagement und die Flexibilität der Infrastruktur zunehmend das Wachstumspotenzial von Rechenzentren bestimmen.
- Der Erfolg hängt von mehr als nur der Technologie ab: Standardisierung, Ausfallsicherheit der Lieferkette, Fertigungskapazitäten und Fachwissen bei der Umsetzung werden zu entscheidenden Faktoren für die Bereitstellung einer KI-fähigen Infrastruktur in großem Maßstab.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Liquid Cooling (Flüssigkeitskühlung) ist kein optionales Extra mehr
- 2. Hybridkühlung ist der neue Standard
- 3. Die thermischen Anforderungen der KI verändern die Regeln der Kühlung grundlegend
- 4. Vom Abfall zur Ressource: Der Aufstieg der Wärmerückgewinnung in der KI-Infrastruktur
- 5. Gmeinsame Entwicklung von Stromversorgung und Kühlung: Von technischern Überlegungen bis hin zu Punkt 6. Strategischer Notwendigkeit
- 6. PUE: Die neuen Effizienzkennzahlen für KI-fähige Rechenzentren
- 7. Standardisierung entwickelt sich zu einem strategischen Faktor
- 8. Widerstandsfähigkeit der Lieferkette, Produktionspräsenz und Projektumsetzung sind wichtiger denn je
- Wie FläktGroup unterstützt, diese Veränderungen zu meistern
- Event Highlight: Zwischen Ambitionen und Umsetzung
Hier sind die wichtigsten Trends, die wir beobachten, und was sie für die Zukunft der Planung und des Betriebs von Rechenzentren bedeuten könnten.
1. Liquid Cooling (Flüssigkeitskühlung) ist kein optionales Extra mehr
Die Rack-Dichten im KI-Bereich überschreiten mittlerweile regelmäßig 80–100 kW, wobei die Installationen mit der höchsten Dichte diesen Wert bereits deutlich übersteigen. Bei solchen Arbeitslasten wird die Flüssigkeitskühlung zunehmend unverzichtbar und ist keine Option mehr.
Mit Blick auf das Tempo des Wandels bemerkt Mohamed Ashok, Business Development Director bei FläktGroup: „Es ist die Geschwindigkeit, mit der sich die Chip-Technologie weiterentwickelt, und die Herausforderung, mit den spezifischen Leistungs- und Kühlungsanforderungen Schritt zu halten.“ Er fügt hinzu: „Wenn ein Standort für eine Leistung von 20 MW und die entsprechenden Kühlungsanforderungen konzipiert und gebaut wurde, muss dieselbe Anlage zum Zeitpunkt der Markteinführung der neuen Chips bereits über rund 50 MW verfügen.“
Dieser rasante Anstieg der Rechendichte beschleunigt den Übergang zu Flüssigkeitskühltechnologien, da Betreiber bestrebt sind, ihre Anlagen zukunftssicher zu machen und KI-Workloads der nächsten Generation zu unterstützen.
2. Hybridkühlung ist der neue Standard
Eine vollständige Umrüstung der bestehenden Infrastruktur von Luft- auf Flüssigkeitskühlung ist nicht immer praktikabel, weshalb hybride Umgebungen in Rechenzentren, die KI-Workloads unterstützen wollen, zunehmend zur Norm werden.
Hybride Kühlumgebungen entwickeln sich für viele Rechenzentren zum bevorzugten Ansatz, um sich an die Anforderungen der KI anzupassen. Anstatt komplexe und kostspielige Umrüstungen der gesamten Anlage durchzuführen, suchen Betreiber nach Möglichkeiten, die bestehende Infrastruktur zukunftssicher zu machen.
Wie Ashok betont, macht es die rasante Entwicklung der Chip-Technologie zunehmend schwieriger, mit den sich ändernden Anforderungen an Stromversorgung und Kühlung Schritt zu halten, was den Bedarf an flexiblen, skalierbaren Kühlstrategien noch verstärkt. Infolgedessen stehen Betreiber unter zunehmendem Druck, Anlagen zu konzipieren, die sich an zukünftige Anforderungen anpassen lassen. Diese Herausforderung bedeutet, dass Rechenzentren zukunftssicher gestaltet werden müssen, um diesen Veränderungen gerecht zu werden, was physikalisch sehr anspruchsvoll ist.“
3. Thermische Anforderungen der KI verändern die Regeln der Kühlung grundlegend
Kühlsysteme werden deutlich intelligenter, da KI-Workloads zu größeren Schwankungen beim Stromverbrauch und beim Kühlbedarf führen. Die kontinuierliche Überwachung der IT-Workloads, eine intelligentere Verteilung der Workloads sowie die automatische Anpassung der Kühlleistung und der Sollwerte sind mittlerweile unerlässlich, um die Effizienz aufrechtzuerhalten, Energieverschwendung zu reduzieren und den Bedarf an Eingriffen vor Ort zu minimieren.
Jonas Caino, Business Development Director bei der FläktGroup, bemerkt: „Betreiber suchen nach Wegen, wie sie höhere Dichten unterstützen können, ohne an Ausfallsicherheit einzubüßen, wie sie Luft- und Flüssigkeitskühlung effektiv miteinander kombinieren können und wie sie heute Entscheidungen treffen können, die sie in fünf oder zehn Jahren nicht einschränken.“
Um ein solches Maß an Anpassungsfähigkeit zu erreichen, ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich. Kühltechnologien, Steuerungen, Workload-Management und Betriebsstrategie müssen als ein einziges System zusammenwirken. Dies macht eine enge Zusammenarbeit mit den Kunden unerlässlich, um sicherzustellen, dass sowohl aktuelle Anforderungen als auch zukünftige Wachstumspläne bei der Konzeption von Lösungen berücksichtigt werden, die über den gesamten Lebenszyklus der Anlage hinweg effektiv bleiben.
4. Vom Abfall zur Ressource: Der Aufstieg der Wärmerückgewinnung in der KI-Infrastruktur
ESG-Ziele und Baugenehmigungen führen nun dazu, dass Rechenzentren in Infrastrukturen zur Wärmerückgewinnung und -wiederverwendung integriert werden müssen. Da der Einsatz von KI dazu führt, dass Kühlsysteme bei höheren Temperaturen betrieben werden müssen, wird die Möglichkeit, Abwärme zurückzugewinnen und wiederzuverwenden, sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch immer attraktiver.
Dies spiegelt einen breiteren Wandel in der Branche wider, bei dem Wärme zunehmend als strategischer Wert und nicht mehr nur als Nebenprodukt betrachtet wird. Wie Mohamed anmerkte: „Unser Kollege Jonas Caino hielt einen aufschlussreichen Vortrag zum Thema ‚Wärme als Strategie‘ und nicht nur als ein Problem, das gelöst werden muss.“ Caino bekräftigt diese Sichtweise und merkt an, dass die Kühlung mittlerweile „Kapitalinvestitionen, betriebliche Ausfallsicherheit, Nachhaltigkeitsziele und KI-Bereitschaft gleichzeitig beeinflusst.“
Zu den weithin bekannten Beispielen für die Wärmerückgewinnung gehören die Stockholm Datapark, eine Initiative zur Errichtung von Rechenzentren innerhalb der Stadt und zur Nutzung von Abwärme im städtischen Fernwärmenetz. Wärmerückgewinnung entwickelt sich von einer Nachhaltigkeitsinitiative zu einem kommerziellen Energiemarkt, auf dem Abwärme zu einem handelbaren Gut wird.
5. Gemeinsame Entwicklung von Stromversorgung und Kühlung: Von technischen Überlegungen bis hin zu Punkt 6. Strategischer Notwendigkeit
Bei der Standortauswahl hat die Verfügbarkeit von Strom mittlerweile Vorrang vor der Anbindung, und die Auslegung des Kühlsystems wird nun bereits in einer viel früheren Phase direkt mit der Gesamtplanung des Rechenzentrums verknüpft
Jonas erläutert: „Die Stromversorgung ist nach wie vor das Hauptthema, doch in weitaus mehr Diskussionen wurde das Wärmemanagement als strategisches und nicht als rein technisches Thema behandelt. Es setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass die Kühlung nicht mehr nur die IT unterstützt. Vielmehr entscheidet die Kühlung zunehmend darüber, wie viel Rechenleistung dem Rechenzentrum überhaupt hinzugefügt werden kann.“
Dies unterstreicht die wachsende Notwendigkeit einer gemeinsamen Planung von Stromversorgung und Kühlung, um die einsetzbare Rechenkapazität zu maximieren und gleichzeitig Ausfallsicherheit, Effizienz und zukünftige Flexibilität zu gewährleisten.
6. Beyond PUE: The New Efficiency Metrics Defining AI-Ready Data Centres
Efficiency metrics are moving beyond PUE with a greater focus on power to compute. Traditional metrics alone no longer fit the bill.
A technically efficient facility is not necessarily a productive one if power and cooling resources cannot be fully translated into deployable compute capacity. As Jonas points out, "Installed cooling capacity does not mean deployable compute capacity." This distinction is becoming increasingly important as operators seek to maximise the value of every megawatt available to them.
New performance indicators that consider power-to-compute efficiency, thermal capacity utilisation, carbon impact and overall operational effectiveness are coming into focus. As AI infrastructure continues to evolve, operators will increasingly be measured not only on how little energy is wasted, but on how effectively available power is transformed into business value and computing output.
EU regulation is becoming a significant driver of broader sustainability reporting. Under the Energy Efficiency Directive (EED), larger data centre operators are required to disclose information on energy performance, renewable energy consumption, water use and waste heat recovery. The result is a growing focus on transparency and environmental impact metrics that extend beyond traditional measures such as PUE.
Put simply, the industry is moving beyond measuring efficiency in terms of facility overheads and towards measuring the efficiency of the entire system - from grid connection to deployed compute. This is significant for cooling technologies and speed is of the essence to meet demand.
7. Standardisation is Becoming a Strategic Enabler
As AI infrastructure scales globally, operators are increasingly moving towards standardised reference designs and repeatable engineering solutions.
Rather than developing bespoke cooling strategies for every deployment, many are adopting standardised architectures that can be replicated across multiple campuses and regions. Standardisation reduces engineering complexity, shortens deployment programmes, simplifies commissioning and improves long-term operational consistency. It is becoming just as important as innovation in delivering AI infrastructure reliably and at scale.
8. Supply Chain Resilience, Manufacturing Footprint, and Project Execution Matter More Than Ever
How quickly data centres can deploy and scale across multiple geographies under predictable and reliable cost models is becoming just as important as the cooling technology itself.
Michelle Meeder, Director Data Centre Global Accounts Execution, says “Data Centre delivery is under a huge amount of strain. AI-driven density, rising system complexity, compressed timelines and labour shortages are all converging at once. As this pressure builds, small deviations upstream create far bigger risks downstream. Flawless execution is mission critical. Resilience cannot wait until the end of a project; it must be embedded earlier.”
As AI-driven demand accelerates, operators are increasingly prioritising partners that can provide not only innovative cooling solutions, but also the manufacturing capacity, supply chain resilience and project execution capabilities needed to support rapid deployment and long-term growth.
As Mohamed explains: "Customers are looking for life-cycle partnerships that can keep pace with these evolving market requirements and help deliver end-to-end solutions."
The data centre industry is entering a new era where cooling is no longer a supporting system but a strategic enabler of AI growth. From liquid cooling and hybrid architectures to heat re-use, co-design and new efficiency metrics, operators are being challenged to rethink how infrastructure is designed, delivered and scaled. The organisations that succeed will be those that combine innovation with execution, ensuring today's decisions support tomorrow's demands.
How FläktGroup Helps Customers Navigate These Changes
At FläktGroup, we are proud to support customers through every stage of their data centre journey - from initial deployment through to large-scale hyperscale and AI infrastructure expansion. Our global team has played a key role in delivering and managing some of the world's largest hyperscale data centre projects, bringing together deep technical expertise, disciplined project execution, and hands-on support to help customers achieve their growth ambitions.
With our own network of highly trained FläktGroup service engineers operating in more than 20 countries, we provide responsive local support wherever our customers operate, ensuring reliability, continuity, and performance throughout the lifecycle of critical infrastructure.
Beyond project delivery, we remain actively engaged with the global data centre community. Our experts regularly participate in industry-leading events as speakers, thought leaders, and hosts of exclusive VIP gatherings across key data centre hubs worldwide. These events provide a platform for meaningful discussions, knowledge sharing, and collaboration on the challenges and opportunities shaping the future of the industry.
Event Spotlight
Bridging Ambition and Execution - Our VIP Data Centre event, built around the topic “Is it time to stop talking about the products?”, brought together consultants, end-users, and industry experts to discuss critical topics facing the sector, such as, how to turn growing industry ambition into successful project delivery.
FläktGroup CEO Dave Dorney opened the event by highlighting the widening gap between industry ambition and execution capability. Michelle Meeder then shared practical insights into building operational resilience and ensuring consistent delivery in increasingly complex project environments.
A standout moment was the expert panel discussion, moderated by Jonas Caino, which explored key questions facing the industry today.
The discussion generated valuable perspectives from across the data centre ecosystem, reinforcing the importance of collaboration, accountability, and execution excellence in delivering critical infrastructure at scale.
