Umweltproduktdeklarationen (EPDs) machen komplexe Nachhaltigkeitsdaten zu etwas wirklich Nützlichem – allerdings nur, wenn die Ergebnisse im richtigen Kontext verstanden werden. Indem sie über einzelne Kennzahlen hinausblicken und verdeutlichen, wie sich die Auswirkungen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts verteilen, helfen EPDs Entscheidungsträgern, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Insbesondere bei HLK-Anlagen bedeutet dies, die Bedeutung der Auswirkungen von Materialien und Herstellung (A1–A3) sowie des Energieverbrauchs im Betrieb (B6) anzuerkennen und gleichzeitig zu berücksichtigen, wie sich Langlebigkeit, Effizienz und Designentscheidungen im Laufe der Zeit auf die Umweltleistung auswirken. Bei EPDs geht es nicht darum, eine einzige „beste“ Zahl zu finden – vielmehr sollen sie transparente, fundierte und verantwortungsvolle Vergleiche ermöglichen, die auf den realen Einsatz abgestimmt sind.
Bei FläktGroup verstehen wir EPDs als weit mehr als eine reine Dokumentations- oder Berichtspflicht. Sie sind ein wichtiges Instrument, um nachhaltige Produktentwicklung zu fördern, Transparenz zu schaffen und Vertrauen durch verifizierte Daten aufzubauen. Gleichzeitig helfen sie dabei, HLK-Lösungen mit den Anforderungen moderner Gebäude, Nachhaltigkeitszertifizierungen und umfassenden ESG-Zielen in Einklang zu bringen.
Doch die Verfügbarkeit von Daten ist nur der erste Schritt. Ebenso wichtig ist es, die Ergebnisse einer EPD richtig zu verstehen und einzuordnen. Wie liest man eine EPD? Welche Kennzahlen sind relevant? Und worauf sollte bei der Interpretation geachtet werden?
Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns im nächsten Teil unserer Reihe. Dort zeigen wir, wie EPDs aufgebaut sind und wie ihre Inhalte sicher und zielgerichtet interpretiert werden können.
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